Informationen
Ärzte & Praxen
Patientenforum

Information

  • Wissen
    • Umfassendes Material zu den Krankheitsbildern Arthrose und Osteoporose
  • Häufige Fragen
  • Info-Veranstaltungen
    • Einladung zur nächsten Veranstaltung sowie Eindrücke und Vorträge von vergangenen Veranstaltungen
  • Lexikon
    • Medizinische Fachbegriffe verständlich erklärt
  • Suche
  • mehr...
Schriftgrösse: A A A

Navigation

  • Basiswissen
  • Arthrose
  • Osteoporose
  • Diagnostik
  • Rehabilitation
  • Behandlung
  • Ratgeber
  • Lexikon
  • Häufige Fragen

Ablauf einer Hüftoperation

 

Vorbereitung für die Operation

Die stationäre Aufnahme erfolgt meist einen Tag vor der Operation. Der Patient wird nochmals über die bevorstehende Operation aufgeklärt und abschließend auf Narkosefähigkeit, Bewegungsumfang der Hüfte und eventuelle Beinlängenunterschiede untersucht.

Ablauf der gelenkersetzenden Operation am Hüftgelenk

am Beispiel einer klassischen zementfreien Totalendoprothese

  • Einleiten der Narkose
  • Exakte Seitlagerung des Patienten auf dem Operationstisch
  • Desinfektion des Beines und steriles Abdecken des Op-Gebietes
  • Zugang zum Hüftgelenk mittels eines leicht nach hinten auslaufenden Hautschnitts über dem großen Rollhügel, Längsspaltung der Muskelfaszie.

    Es gibt mehrere alternative Zugangswege am Hüftgelenk, die in den letzten Jahren immer kleiner und weniger traumatisierend geworden sind. Mit dem Ziel einer weitestgehenden Schonung von gelenknahen Bändern und Muskeln und einer maximalen Luxationssicherheit werden aktuell sogenannte minimal invasive Operationsverfahren entwickelt.

´

  • Sichtbarmachen der kleinen Außenrotatorenmuskeln über der hinteren Gelenkkapsel und schenkelhalsnahe Durchtrennung dieser Muskeln. Einschneiden und Mobilisieren der Gelenkkapsel
  • Luxieren des Hüftgelenkes und Absetzen des abgenutzten Hüftkopfes mit einer oszillierenden Säge
  • Schrittweises Auffräsen des Pfannenlagers mit speziellen halbkugelförmigen Fräsen. Einbringen und festes Einschlagen der entsprechenden metallischen Hüftpfanne in einer exakten Position, d.h. 40-45° Neigung zu Beckenhorizontalen (Inklination à Lex.) und einer leichten Drehung nach vorn von ca. 20°
  • Eindrücken des Kunststoffinlays, eventuell Probe-Inlays
  • Stufenweise Aufarbeitung des Markraumes des Oberschenkelknochens mit Formfräsen bis eine maximale press-fit- Verankerung erreicht ist
  • Probereposition und Kontrolle der Gelenkfunktion und Stabilität mit verschieden Probeköpfen bei gleichzeitiger Überprüfung der Beinlänge
  • Definitives Einschlagen des Hüftstieles und Aufstecken des ausgemessenen Kopfes aus Keramik oder Metall auf den Konus des Schaftes
  • Um Blutergüsse zu vermeiden, werden vor Verschließen der Wunde zwei dünne Schläuche (Redondrainagen) eingelegt, die meist für 1-2 Tage verbleiben. Hautklammern oder Nähte verschließen die Wunde. Diese werden nach 12 Tagen wieder entfernt. Für ca. 4-6 Wochen wird das Tragen von Kompressionsstrümpfen empfohlen.
  • Die reine Operationsdauer liegt im Allgemeinen zwischen 50 und 70 Minuten.

 

Komplikationen und Risiken

Da die technische Weiterentwicklung des endoprothetischen Hüftgelenkersatz sehr schnell voran schreitet, ist eine exakte Angabe der Komplikationsraten bei solchen Eingriffen nicht möglich. In Deutschland gibt es keine verbindliche Erfassung und Dokumentation aller Hüftgelenksoperationen.

 

Während der Operation

  • Verletzung benachbarter Strukturen (extrem selten aber bedeutsam sind Verletzungen des Ischiasnervs beim hinteren Zugang oder des Femoralisnervs bei vorderen Zugängen)
  • Knochenbrüche (hin und wieder auftretende Haarrisse des Schaftes beim Einschlagen des Hüftstieles stellen meist kein Problem für den Patienten dar, „echte Frakturen“ des Pfannenlagers oder des Oberschenkelknochens können aber zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen und eine verlängerte Nachbehandlungszeit mit Entlastung des Beines erfordern)

Nach der Operation

  • Wundheilungsstörungen und Infektionen
  • Blutergüsse und Nachblutungen
  • Thrombosen (à Lex.)
  • Beinlängenunterschiede
  • Verkalkungen um das Hüftgelenk mit sekundären Einschränkungen der Beweglichkeit
  • vorzeitige Lockerung der Prothese
  • Periartikuläre Verkalkung

    Der medizinische Begriff Periartikuläre Ossifikationen bezeichnet Weichteilverknöcherungen durch neu gebildetes Knochengewebe in der Umgebung des künstlichen Hüftgelenkes. Sie können Wochen und Monate nach der Operation entstehen und die Beweglichkeit des Gelenkes einschränken. In der Regel wird nach der Operation ein Antirheumatikum wie Indometacin zur Vorbeugung gegen periartikuläre Verkalkung gegeben. Einige Kliniken führen bei einem Hüftgelenkseinbau eine einmalige Röntgenbestrahlung des OP-Gebietes kurz vor oder nach der Operation gegen die Neubildung von Knochengewebe durch. Diese Bestrahlungsmaßnahme soll das Risiko einer PAO-Bildung senken. Durchgreifende Vorteile gegenüber der Behandlung ohne Bestrahlung sind jedoch nicht bewiesen. Die Maßnahme ist vor allem bei der Durchführung der Behandlung nach der Operation für den Patienten sehr anstrengend.

    Angezeigt ist eine Röntgen-Nachbestrahlung deshalb bei: Patienten, die schon bei früheren Operationen periartikuläre Ossifikationen entwickelten, Patienten mit Morbus Bechterew oder ggf. bei Patienten mit sehr starker intraoperativer Gewebeschädigung.

Nachsorge

Erste krankengymnastische Übungen werden unter fachlicher Anleitung bereits ein bis zwei Tage nach der Operation durchgeführt. Spätestens am dritten Tag sind die Redondrainagen entfernt, so dass die krankengymnastischen Übungen intensiviert werden können.

  • Wund- und Laborkontrollen
  • Thrombosevorbeugende Medikation (Heparinspritzen) und Kompressionsstrümpfe gegen Thrombosenbildung
  • Stationärer Aufenthalt zwischen ein und zwei Wochen
  • Physiotherapeutische Nachsorge, evtl. sogenannte Anschlussheilbehandlung (ambulant oder stationär für 3 Wochen)
Keine
Login or register to tag items
1
Durchschnitt: 1 (1 Bewertung)

weiterführende Informationen

zum gesamten Stichwortverzeichnis
 
 
 

Impressum | Datenschutzerklärung | Inhaltsverzeichnis | © medi-relation GmbH

 
  • Patient
  • Die richtige Technik