Anamnese
Meist ist Schmerz der entscheidende Anlass für den Betroffenen einen Arzt auf zu suchen. Die Anamnese umfasst ein Schmerzprofil, welches Auftrittshäufigkeit, Ort und Intensität der Schmerzen beinhaltet. Auch die Umstände, die den Schmerz positiv oder negativ beeinflussen, sollten berücksichtigt werden. Funktionsstörungen wie beispielsweise leichte Bewegungseinschränkungen werden ebenfalls erfasst. Der Arzt erfragt, welche Behinderungen in Alltag, Sport und Beruf vorliegen und wie stark die Einschränkung empfunden wird.
Die Anamnese soll ein umfassendes Bild über die aktuelle Befindlichkeit und die medizinische Vorgeschichte des Patienten zeichnen. Darüber hinaus kann sich über den Dialog ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient aufbauen.
Arthrosespezifische anamnestische Kriterien
Schmerz
- Anlaufschmerz, Schmerzpause, neuer Schmerz
- Regelmäßiger Bewegungs-, Belastungsschmerz
- Dauer-, Nachtschmerz
- Bedarf an schmerzlindernden Maßnahmen zum Beispiel Schmerzmittel
Funktionseinbußen
- Gefühl der Steifigkeit
- Abnahme der Beweglichkeit
- Einschränkungen im Alltag, Beruf oder bei sportlichen Aktivitäten
- Orthopädischer Hilfsmittelbedarf
Sonstige Symptome
- Krepitation
- Anzeichen lokaler Entzündungen
- Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Nässe oder Kälte
- Fortschreiten der Krankheit in Schüben
Anamnese
- Vererbbare Gelenkerkrankungen zum Beispiel Hüftdysplasie und Häufung von Früharthrosen in der Familie
- Erkrankungen, die eine Entstehung der Arthrose begünstigend beeinflussen
