Hueft TP

Lieber Hr. Dr. Mottek, ich bin 34 Jahre alt und hatte meine erste Hueft-OP (TP/unzemtiert) im April08. Ich habe seit Geburt an eine Dysplasie, Begradigung der Hueft fand mit drei Jahren statt, Begradigungs-OP fand an beiden Hueften statt. So vor ueber 10 Jahren fingen die Schmerzen in der li.Hueft an anschliessend in der Rechten und wuerden immer schlimmer, so dass ich mich letztes Jahr fuer eine OP entschied - zuerst die li. Huefte, weil diese mehr schmerzte. OP verlief mit einigen komplikationen, Huefte musste gebrochen werden, weil sie sich nicht so einfach entfernen liess und sich die Pysodohuefte schon zu stark gebildet hat, ich hoffe ich erklaere das jetzt richtig. Anschliessend, 6 Wochen nur abrollen nicht auftreten mit Reha-Aufenthalt, dann Teilbelastung 20kg (6 Wochen lang), anschliessend Steigerung des Gewichtiges (jede Woche 10kg). Trotz Reha und allen Uebungen, schlechtes Gangbild, der Muskel wollte und konnte nicht angesprochen werden...Roentgenbilder waren/sind alle in bester Ordnung. Dann die erste Luxation (im August), die Hueft sprang in sitzender Position heraus. Anschliessend stabilisierte man die Huefte indem ich ein Hueftstuezte trug, die auf 90Grad eingestellt war und keine Innenrotation zuliess, denn man glaubte mir nicht, dass diese aus so einer einfachen Position heraus luxierte!! Dann kam es zur zweiten Luxation im November, ebenfalls aus einer sitzenden Position heraus. Darauf stellte man fest (CT), dass die Pfanne doch nicht im richtigen Winkel sitzt und man diese Neu positionieren muss. Trotzt Navigation sitzt also meine Pfanne nicht richtig!! Nach der OP sass die Pfanne doch korrekt und man habe nur den Hueftkopf verkleinert und meine Beinlegendifferenz augeglichen, die Muskeln neu vernaeht, in der Hoffnung das jetzt besser angesprochen werden. Denn man stellte auch vor OP fest das ich am Syndrom .... leide (habe leider den Namen vergessen), dieses Szndrom aussert sich dadurch, ich kann nicht auf meinem OP-Bein gerade und aus einger kraft stehen, meine Huefte sackt bzw. meine Muskelatur haelt mein Bein nicht und ich stehe schief. Ich hoffe ich habe Ihnen jetzt alles gut erklaert und sie verstehen was ich meine. Deshalb meine Fragen: a) Ich habe immer noch ein schlechtes Gangbild ich humpele sehr stark und kann ohne Kruecke nicht aus dem Haus, obowhl meine erste OP 14 Monate her ist. Ich habe das Gefuehl das mein Bein immer noch zu kurz ist, ist es aber angeblich nich - der Hueftmuskel zieht das operierte Bein nach oben, so das jetzt mein Becken schief steht und ich dieses Gefuehl der Beinlaengen differenz habe (heisst es!!!). Wird mein Muskel je wieder anfangen normal zu arbeiten? Ich habe immer noch eine tiefe Delle in Huefte, die war vorher natuerlich nicht da, fehlt es da an Muskelatur und falls ja, wo ist der Muskel hin?? Kann die gesunde Huefte bzw. die Sehnen, Baender under Nerven das zu lange Bein puffern? b) Ich muss auch meine andere Huefte operieren, ist das ueberhaupt moeglich, dass ich nach Ausgleich (re. Hüfte) wieder normal "funktioniere", d. h. normal laufen und Sport treiben kann? c) Mir kam jetzt zu Ohren, dass sich mein Gangbild nur verbessern wird/kann, wenn ich die andere Seite so schnell wie moeglich operiere. Aber wie kann das sein, wie soll das alles wieder funktionieren, wenn meine neue Huefte bzw. mein Bein voll arbeitet. Ich muss aber irgendetwas tun, weil meine Nicht-Operierte Seite so stark schmerzt das wieder voll auf Schmerztabletten bin. Liebe Gruesse Astrid
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TEP nach Dysplasie

Gerechterweise muss man natürlich sagen, dass Sie mit der voroperierten Dysplasie mit erschwerten Ausgangsvoraussetzungen in die OP gegangen sind. Dies betrifft nicht nur die knöcherne Anatomie, sondern offensichtlich auch die Hüftabduktoren, die nicht richtig funktionieren. Wahrscheinlich ist das von Ihnen angesprochene "Syndrom" das sogenannte Trendelenburg-Zeichen oder eine Duchenne-Hinken, beides Folge einer Insuffizienz der Hüftabduktoren (v.a. Gluteus medius). Ob es jetzt Sinn macht, direkt die Versorgung der Gegenseite in Angriff zu nehmen oder ob es kurzfristig noch eine relevante Besserung links aussichtsreich ist, kann ich von hier aus schlecht sagen. Wenn die TEP knöchern fest eingeheilt ist, kann man dies aber planen. MfG Dr. Mottek
Ihr Dr. Mottek

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