McMinn Hüftkappe - Zahnarzt informieren?
Mein Ehemann hat vor kurzen eine "MC Minn Hüftkappe" erhalten. In der Reha-Klinik sagte man ihm, er müsse dies seinen Zahnarzt mitteilen. Bei Zahnarzt-OP's werden evtl. Bakterien freigesetzt, die das Hüftgelenk angreifen könnten und es wohl eine Zahnarzt-OP-Methode gibt, die "Anti-Bakteriell" versorgt werden kann. Ich hoffe, Sie verstehen unser Problem und können mir näheres dazu sagen. Bei den Endoportal-Veranstaltungen/Vorträgen von Endoportal-Mitgliedern wurde hierüber leider nichts berichtet. Über eine Rückantwort würde ich mich sehr freuen.
Verfasst von Anonymous am 2. Dezember 2008 - 14:11

Risiko für Prothese bei Zahnbehandlung?
Verfasst von Dr. Mottek am 3. Dezember 2008 - 18:43. Ein eingebauter Fremdkörper im Körper birgt theoretisch ein gewisses Restrisiko in sich, dass sich im Blutkreislauf zirkulierende Bakterien an der Prothese festsetzen und dort einen lokalen Infekt hervorrufen. Allerdings sollte man bedenken, dass ständig, also auch wenn wir uns völlig gesund fühlen, Bakterien im Körper und auch im Blut vorhanden sind. Für unser Immunsystem ist dies normalerweise kein Problem, auch nicht für diejenigen, die ein künstliches Gelenk haben. Nur bei schweren Infekten, der sogenannten Sepsis, steigt die Gefahr einer sekundären, hämatogenen (über den Blutkreislauf gestreuten) Infektion am Kunstgelenk. Das muss schon eine größeres entzündliches Problem im Zahn-Kieferbereich sein, dass wegen der TEP routinemäßig ein Antibiotikaschutz angeraten ist. Allerdings wird der Zahnarzt aufgrund der lokalen Situation dann sowieso Antibiotika verordnen. Vor einem übertriebenen Einsatz von Antibiotika, z.B. bei jedem banalen Grippeinfekt kann nur gewarnt werden, man züchtet sich so nur resistente Stämme. Bei den genannten schweren Infektionen (z.B. Urosepsis) und durchaus auch bei einer vereiterten Zahnwurzel sollte das Vorhandensein eines Kunstgelenkes aber berücksichtigt werden. Ihr Dr. MottekKommentar hinzufügen