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NANOS-Kurzschaftprothese

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2 neue Antworten [Letzter Beitrag]
8. September 2007 - 0:44
Anonymous

Guten Tag, ich stehe kurz vor einer Hüftoperation. Es ist vorgesehen eine NANOS Prothese (Fortentwicklung der MAYO- Prothese?) einzusetzen. Meine Frage: Bleibt bei dieser Operation der "Trochanter major" und damit die dranhängenden Sehnen und Muskeln in jedem Fall unangetastet?? Und ist diese Operation als "minimal invasive" Operationsmethode zu bezeichnen?? Herzl. Gruss und danke für eine Antwort

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‹ Narbenkapsel Anbohren der Hüftknochen = Hinauszögern der TEP? ›
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8. September 2007 - 1:30
#1
Dr. Mottek
Bild von Dr. Mottek
Offline
Joined: 07.09.2007
Guten Tag, die NANOS

Guten Tag, die NANOS Prothese und Nachuntersuchungen dazu kenne ich nicht.Bei der Myo Prothese wird in der Regel über einen minimal invasiv Zugang operiert. Grundsätzlich sollten immer Troch. major und die ansetzende Muskulatur geschont werden. Es gibt aber Studien nach denen erhöhte Komplikationen am Troch. maj. im Vergleich zu Standard Zugängen beschrieben werden. Am besten den OPerateur nach seinem persönlichen Ergebnissen befragen. M.f.G.

Ihr Dr. Mottek

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19. Oktober 2007 - 18:01
#2
Dr. Mottek
Bild von Dr. Mottek
Offline
Joined: 07.09.2007
Antwort Nanos-Kurzschaft

Anfang September hatte ein User, bei dem eine Hüft-TEP-Operation mit einer Nanosschaftprothese anstand, wahrscheinlich eine Frage an mich adressiert, die irgendwie im Forum verloren gegangen ist. Ich möchte deshalb meine Antwort nachreichen: Ob der Nanos-Schaft eine Weiterentwicklung des Mayo-Schaftes ist, will ich mal offen lassen. Beide gehören zu den sogenannten Kurzschaftprothesen, und den Mayo gibt es schon länger als das Nanos-Modell von der Firma Plus, der zur Zeit aber wahrscheinlich der meistverwendete Kurzschaft in Deutschland ist. Wie schon ein anderer Besucher zu dem Thema geäußert hatte, sollte bei allen Prothesen der Trochanter major (zu deutsch "großer Rollhügel" = der Teil des Hüftknochens den man außen unter der Haut tasten kann) und die daran ansetzende Muskulatur maximal geschont werden. Die Besonderheit der Kurzschäfte ist, dass man weniger Knochen opfert. Die Resektion mit der Säge erfolgt direkt unterhalb des Hüftkopfes. Die "Einflugschneise" beim Auffräsen des Oberschenkelknochens ist außerdem nicht so steil wie beim Standardschaft, was für eine Schonung der o.g. Strukturen und auch für die sogenannten Minimal-invasiven Techniken von Vorteil ist. Man darf aber nicht vergessen, dass Kurzschäfte besondere Anforderungen an die Knochenqualität stellen und bei bestimmten anatomischen Gegebenheiten von vornherein nicht in Frage kommen. Sie sind derzeit als (sinnvolle) Nischenversorgung für jüngere Patienten anzusehen, bei denen man keinen Oberflächenersatz (die sogenannte Hüftkappe) mehr einsetzen kann oder dies aus verschiedenen Gründen nicht will. 

Für die verspätete Antwort bittet um Entschuldigung

Ihr Dr. Mottek 

   

Ihr Dr. Mottek

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