Prothesen-Infekt (Knie-TEP)
Sehr geehrter Herr Dr. Mottek,
ich habe am 25.05.2009 eine Knie-TEP implantiert bekommen, die auf Grund von Bakterien (Staphylococus Lugdunensis) Ende Sept. 2009 nach einer 6 tägigen Kniespülung, intravenösem Antibiotikum (3 Wochen) anschließend mit Staphylex 500mg (3 x tägl. 2 Stück) und Rifa 300mg (2 x tägl. 1 Stück) behandelt wurde. Nach Absetzen der Antibiotika ging der CRP-Wert immer wieder nach oben, kurzzeitig mal auf Werte um 50 mg/l. Mit den beiden Antibiotikas, bewegte er sich zwischen 0,9 und 3,9 mg/l. Um am 11. Mai diesen Jahres eine erneute Kniespiegelung machen zu können habe ich die Antibiotikas am 29.03.2010 abgesetzt. Danach bewegte sich der CRP-Wert im wöchentlichen Rhythmus wie folgt: 1,4 / 1,4 / 2,0 / 12,4 / 18,7 / 45,6 / 13,3 / nach der erfolgten Spiegelung 49,2 / 52,8 / 14,7 / 13,2 / 10,5. Tendenz fallend ohne Einsatz von Antibiotika. Die Beschwerden halten sich auch in Grenzen, wenngleich eine leichte Schwellung an der Außenseite des Knies sichtbar und leicht druckempfindlich ist. An manchen Tagen habe ich überhaupt keine Probleme, an anderen Tage wieder etwas vermehrt, eventuell in Wetterabhängigkeit.
Nach der Kniespiegelung hatte der Operateur mir gesagt, wenn es mir nichts ausmachen würde, könne man das so lassen. Bei den Gewebeproben wurden nach Bebrütung 100.000 Keime/ml festgestellt. Es handelt sich wieder um den Staphylococus Lugdunensis. Allerdings hätte der Oberarzt nichts dagegen, wenn ein Kollege in einer Klinik mit Spezialabteilung für septische Chirurgie - Knochen-, Gelenk- und Protheseninfektionen sich das ansehen würde. Dort hat der Oberarzt gemeint, das Kniegelenk muss raus, obwohl das Gelenk keinesfalls locker sitzt und fest mit dem Knochen verwachsen ist. Am Mittwoch den 07.07.2010 wird nun das künstliche Gelenk ausgebaut und vorerst durch einen nicht beweglichen Spacer ersetzt. Die schwierige Prozedur bis zum Wiedereinbau eines neuen Gelenkes dauert etwa 8 Wochen und dürfte Ihnen als Fachmann geläufig sein.
Was mir zu denken gibt, ist, dass das Gelenk beim Tragen einer Orthese momentan so wenig Schwierigkeiten bereitet und der CRP-Wert ohne Einsatz von Antibiotika kontinuierlich fällt. Würden Sie sagen, „ja, das Gelenk muss raus“ oder „in solch einem Falle lohnt es sich abzuwarten“, da es geheißen hatte, die Keime - verkapselt unter einer Eiweißschicht auf der Prothese - würden sich nicht vermehren (was allerdings möglicherweise nur unter Mithilfe von Antibiotika der Fall ist?) und nur immer wieder mal welche abgeben, die vom Körper jedoch wieder abgebaut würden? Dann müssten sie doch irgendwann aufgezehrt sein?
Falls Sie noch Zeit für eine Antwort bis zum 05.07.2010 fänden, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Vielen Dank und viele Grüße
John B.
Verfasst von Anonymous am 1. Juli 2010 - 18:59

No answer!
Verfasst von Anonymous (n.a.) am 31. Juli 2010 - 13:36. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Ergo muss man den Wert dieses Forums leider infrage stellen.Kommentar hinzufügen