Verdacht auf erneute HTEP-Lockerung, welche Untersuchungen zur Diagnosesicherung?

Sehr geehrter Dr. Mottek, meine Frage richtet sich nach der Diagnose-Sicherung einer HTEP Lockerung mittels Bildgebender Verfahren. Am Röntgen ist die Lockerung des Schaftes nicht festzustellen, die Pfanne zeigt im Rö eine leichte Saumbildung.Klinisch zeige ich alle Symptome einer Lockerung des Schaftes, Schmerzen Richtung Knie ziehend, Bewegungsunsicherheit, "Anfangsbewegungsschmerz" beim Losgehen. Ich wurde auch schon von meinem Operateur untersucht und dieser gab die Diagnose "Lockerung der HTEP" von sich und empfahl eine Revision. Der Operateur geniest mein Vertrauen, doch würde ich gerne irgendwelche manifesten Bilder sehen. Anzumerken ist, dass ich dzt. 36a bin und vor 6 Jahren meine 1. HTEP bekam, diese mußte ich vor 2 Jahren, also 4 Jahre nach Implantation tauschen lassen (Pfanne und Schaft), da ich eben unter den gleichen Symptomen wie derzeit litt. Nun da ich verhältnissmäßig jung bin und in meinem Fall das Implantieren von einer HTEP (einseitig) immer nur von kurzzeitigem Erfolg war, möchte ich vor einer neuerlichen Revision eben doch etwas handfestes zur Diagnose-Sicherung haben. Um meine Vertrauen zu "meinem" Operateur zu rechtfertigen, trotz der schmerzhaften Umstände, dieser machte nur die 1.Revisions OP, nicht jedoch die Erstimplantation. Nach der RevisionsOP gings mir wirklich gut. Ich ging sicherheitshalber ungefähr 5 Monate mit UA-Stützkrücken mit Teilbelastung, war gut beweglich, besser als je zuvor und hatte keinerlei Schmerzen. Doch so groß die Freude über die gewonnene Bewegung und Schmerzfreiheit war, umso schlimmer ist für mich die derzeitide Situation, vor allem, da ich nicht weiß, wie es weitergehen soll, denn alle 2-4 Jahre eine Revision zu machen, wird auf Dauer nicht funktionieren. Der derzeitige Zustand ist aber auch nicht tragbar. Bitte um Ihre Empfehlung zur Diagnosesicherung und eventuellen weiteren Vorgangsweise. Besten Dank schon im Voraus salsa@inode.at
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Bild von Dr. Mottek

erneute HTEP-Lockerung ?

Die ganze Geschichte hört sich wirklich nicht gut an, wobei ein "unauffälliges" Röntgenbild noch Hoffnung aufkommen läßt, dass vielleicht doch keine manifeste Lockerung vorliegt. Wichtig ist ein genauer Vergleich der Rö-Bilder im Verlauf. Trotz der nicht sehr hohen Spezifität würde ich auch eine Szintigrafie durchführen, deren Wertung aber oft mit Vorsicht zu genießen ist. 2 Jahre nach einem zementfreien Hüft-TEP-Wechsel könnte eine Szinti selbst bei völlig komplikationslosem Verlauf einen falsch-positiven Befund ergeben. In den letzten Jahren wird in Ausnahmefällen manchmal eine Spezialuntersuchung (PET) geplant, die aber oft nicht mal von den privaten Krankenkassen übernommen wird. Außerdem ist nicht sicher, ob diese Untersuchung in Ihrem Falle überhaupt zu einem zwingend verwertbaren Ergebnis führt. Wie sind die Entzündungsparameter ? Gibt es Hinweise für einen sogenannten low-grade-Infekt ? Eine Materialunverträglichkeit ist bei den heute üblichen zementfreien Titanimplantaten eher unwahrscheinlich. Bevor man erneut operativ aktiv wird, würde ich die Situation genau abklären. Solange auf dem Rö-Bild keine Substanzverluste des Knochens erkennbar sind, sollte man sich v.a. wegen Ihrer Ausnahmesituation Zeit mit einer Entscheidung lassen. Sie haben Recht, dass die Option mehrfach wiederholter Revisionen nicht ohne Ende vorhanden ist. Ihr Dr. Mottek      
Ihr Dr. Mottek

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