Wann kann ich nach einer Endoprothese wieder arbeiten?

Wann kann ich ,nach einer Endoprothetik, wieder als Innenausbauer arbeiten?

Keine
Login or register to tag items
0
Eigene Bewertung: Keine

Antwort von Dr. Mottek

Leider haben Sie in Ihrer mail nicht mitgeteilt, ob sich die Frage auf einen Zustand nach Knie- oder Hüftendoprothese bezieht. Hier können sich durchaus unterschiedliche Konsequenzen für eine körperliche schwerere Arbeit ergeben. Grundsätzlich haben Sie mit einem gut funktionierenden Kunstgelenk, egal ob Hüfte oder Knie, gute Aussichten, Ihren Beruf als Innenausbauer wieder ausüben zu können. Wie schnell die Rehabilitationsphase abgeschlossen ist, d.h. ab wann Sie wieder eine gute Gelenkbeweglichkeit haben und ein unauffälliges stützenfreies Gangbild demonstrieren können, hängt von vielen Parametern ab. Bei einem primär guten OP-Verlauf kann man eine Richtzeit von ca. 12 Wochen ansetzen, wonach die sogenannte Primärrehabilitation abgeschlossen sein sollte. Es gibt natürlich immer wieder Patienten, die schneller sind, während andere zwar mehr Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Funktion brauchen, letztlich aber ein sehr gutes Endergebnis erreichen. In jedem Fall sollten solche Entscheidungen für die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit bei schwereren Arbeitsinhalten genauso wie bestimmte sportliche Ambitionen mit einem Fachmann, idealerweise mit dem Operateur abgesprochen werden.
Was sind nun die bereits angedeuteten Unterschiede zwischen Knie- und Hüftprothese? Patienten mit einer Kniendoprothese haben einen grundsätzlichen Vorteil: eigentlich kann von Beginn an wenig passieren. Künstliche Kniegelenke werden überwiegend zementiert verankert, auch bei jüngeren Patienten. Sie sind demzufolge am ersten Tag genauso fest mit dem Knochen verbunden wie nach 3 Monaten. Eine besondere Schonphase zur definitiven Einheilung der Implantate entfällt. Knieendoprothesen können praktisch nicht luxieren (auskugeln), es existieren deshalb auch in der ersten Zeit keine besonders verbotenen Bewegungsmuster wie bei der künstlichen Hüfte. Es gibt aber auch Nachteile. Selbst das bestfunktionierende und modernste Kunstknie kann nicht die Funktionalität einer guten Hüftprothese erreichen. Ein Kugelgelenk wie die Hüfte ist einfacher mit einem Ersatz zu kopieren als das viel komplexere Kniegelenk. Eine Überbeanspruchung über lange Zeit stellt für eine Knieendoprothese immer noch ein etwas größeres Risiko für ein vorzeitiges Versagen dar als für eine einmal eingeheilte Hüftprothese, gute knöcherne Verhältnisse vorausgesetzt. Mit einer Knieprothese sollten Sie sich nicht regelmäßig hinknien, was evtl. beim Innenausbau eine Rolle spielt. Die Kniescheibe würde nämlich gegen die metallische, oberschenkelseitige Kufe gedrückt werden. Beim Hüftgelenkersatz, der bei jungen, noch berufstätigen Patienten im Regelfall zementfrei erfolgt, muss man trotz meist guter Primärstabilität bis zur vollständigen knöchernen Einheilung der Prothesenkomponenten mit einem Zeitraum von bis zu einem halben Jahr rechnen. Hüftgelenkspezifisch ist das Luxationsrisiko, d.h. die Gefahr eines Auskugelns des Kunstgelenkes bei bestimmten Bewegungsmustern. Dieses Risiko ist nicht bei jedem Patienten gleich, es hängt von der Art des Operationszugangs, vom Sitz der Prothese und auch von der Wahl der Implantate ab. Mit der Ausbildung einer neuen Narbenkapsel sinkt das Luxationsrisiko, auch dies dauert jedoch einige Monate. Ich empfehle jedem Patienten ein Gespräch mit dem Operateur, wie er diese Gefahr im zeitlichen Verlauf einschätzt.

Viel Glück
Ihr Dr. Mottek

arbeiten mit künstlichem kniegelenk

sehr geehrter herr dr. mottek, kann ich als müller mit einer knieprothese meinen beruf wieder ausüben? es müssen sackgewichte von 25kg getragen werden und wie verhält es sich mit treppensteigen? über eine nachricht ihrerseits wäre ich erfreut. mfg thomas staats
Bild von Dr. Mottek

als Müller mit KTEP

Ein solcher Beruf ist zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Ich hätte jedoch Bauchschmerzen einen Patienten mit einem künstlichen Knie wieder uneingeschränkt in einen anerkannt schwere körperliche Tätigkeit zurück zu schicken. MfG Dr. Mottek
Ihr Dr. Mottek

arbeiten als friseurin

sehr geehrter Dr.Mottek ich bin 44 jahre und habe anfang märz meine zweite hüft tep bekommmen kann ich noch meinen beruf als friseurin damit ausüben? lg

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.