Nordic Walking - Die richtige Technik
Der Bewegungsablauf des Nordic Walking ist nicht kompliziert, trotzdem sollten Sie sich für das Erlernen der Technik ausreichend Zeit nehmen. Eine Studie des Instituts für Rehabilitation und Behindertensport der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt, dass die richtige Grundtechnik des Nordic Walking innerhalb kürzester Zeit kaum korrekt erlernt werden kann. Bewegungsfehler bleiben nicht ohne Folgen: Wer falsch läuft, erreicht nicht den gewünschten gesundheitsfördernden Effekt, sondern kann Probleme im Schulter- und Nackenbereich bekommen.
Der Bewegungsablauf beim Nordic Walking erfolgt diagonal: Wenn das rechte Bein ausschreitet, schwingt der linke Arm nach vorne. Die rechte Ferse und der linke Stock berühren gleichzeitig den Boden. Umgekehrt bewegen sich das linke Bein und der rechte Arm parallel. Insgesamt ist der Körper leicht nach vorn geneigt und gestreckt. Die Stöcke werden nah am Körper geführt und mit unterschiedlicher Intensität eingesetzt. Bei optimalem Stockeinsatz drehen sich Schulter und Hüfte deutlich schwingend gegeneinander. Gleichmäßig schwingen der Ober- und der Unterkörper in entgegengesetzte Richtungen.
Aktive Beinarbeit
Die richtigen Schritte sind beim Nordic Walking von grundlegender Bedeutung. Korrekterweise wird der Fuß beim Ausschreiten flächig auf die Ferse gesetzt. Wenn er auf-kommt, sollte das Knie nie ganz gestreckt, sondern immer leicht gebeugt sein. Hier kann es zu einem Problem kommen, weil der Schritt beim Nordic Walking länger ist als beim normalen Gehen. Als Folge können Schmerzen im Schienbein, im Knie oder in der Hüfte auftreten. Wer hier Schwachstellen bemerkt, sollte bewusst darauf achten, kürzere Schritte zu machen.
Intensive Armarbeit
Über die Bewegungen der Arme und Hände wird der Oberkörper trainiert. Die vordere Hand umgreift fest den Stock, die andere ist hinter dem Becken. Die Arme sind bis zu 90 Grad im Ellenbogen angewinkelt. Das Abdrücken mit dem Stock erfolgt bis zur gänzlichen Streckung des Arms, an deren Ende die Hand geöffnet wird. Auf diese Weise lockert sich die Muskulatur wieder und Verspannungen werden vermieden. Die Schlaufe am Handgelenk ermöglicht die Öffnung der Hand, ohne dass der Stock verloren geht. Die Schultern bewegen sich entgegengesetzt zur jeweiligen Hüfte.
