Osteoporose - wenn die Knochen schwach werden

Osteoporose – was ist das eigentlich für eine Krankheit?

OsteoporoseOsteoporose

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, die dessen Mikrostruktur angreift und zu einem hohen Verlust an Knochenmasse führt. Der Begriff Osteoporose leitet sich ab von den griechischen Begriffen „osteo“ (Knochen) und „porose“ (Loch). Die Krankheit wird auch als Knochenschwund bezeichnet. Ein gesunder Knochen bildet fortlaufend neues Gewebe. Damit er nicht immer weiter wächst, wird gleichzeitig Gewebe abgebaut. Bei Osteoporose besteht ein Missverhältnis zwischen den knochenaufbauenden Zellen, den Osteoblasten, und den knochenabbauenden Zellen, den Osteoklasten. Die Knochenmasse wird stark verringert, so dass der Knochen an Stabilität und Belastbarkeit verliert: die Brüchigkeit nimmt zu.

Wer bekommt Osteoporose?

Jede dritte Frau nach den Wechseljahren und jeder fünfte Mann über 50 leiden an Knochenschwund. Doch nicht nur ältere Personen erkranken, auch junge Menschen und sogar Kinder können betroffen sein. In Deutschland sind insgesamt etwa 6 Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt. Die Faktoren Alter, Geschlecht und genetische Veranlagung spielen bei der Erkrankung eine Rolle. Gewohnheiten wie übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, falsche Ernährung und mangelnde Bewegung können das Risiko für Osteoporose außerdem steigern.

Warum ist Osteoporose gefährlich?

Die größte Gefahr der Osteoporose liegt in der Tatsache, dass die Krankheit vielen Menschen unbekannt ist. So kann sie voranschreiten, ohne dass etwas unternommen wird. Betroffene bemerken oft zunächst selbst lange nicht, dass sich ihre Knochendichte in erheblichem Maße verändert. Wenn allerdings wegen der verminderten Knochenmasse Verformungen und Frakturen auftreten, wird die Osteoporose schmerzhaft. Die häufigsten Knochenbrüche befinden sich an den Wirbelkörpern, am Oberschenkelhals und am Unterarm. Die Wirbelkörperbrüche verursachen eine Minderung der Körpergröße und die Ausbildung eines Rundrückens. Die Krankheit führt zu Einschränkungen bei Bewegungen. Viele Betroffene sind nach einer längeren Erkrankung auf Hilfe im Alltag angewiesen.

Vorbeugung als beste Therapie

Der Krankheit Osteoporose kann vorgebeugt werden. Eine kalziumreiche Ernährung (Milch, Milchprodukte, grünes Gemüse) ist wichtig für den Aufbau der Knochen. Gleichzeitig sollte man auf eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin D achten. Vitamin D wird bei Sonne in der Haut gebildet. Fetter Seefisch wie Lachs und Aal enthält ebenfalls Vitamin D. Wichtig ist außerdem regelmäßige körperliche Bewegung, da so der Knochenaufbau gefördert wird.

Vorsorge-Untersuchung

Bei der DXA-Untersuchung wird mit Hilfe von gering dosierter Röntgenstrahlung die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule oder der Hüfte gemessen. Eine solche Vorsorge-Untersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen erst bei einem konkreten Osteoporose-Verdacht, d.h. einem Knochenbruch ohne ersichtlichen äußeren Anlass bezahlt.

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