Zwei Volkskrankheiten – zwei Therapiekonzepte
Arthrose und Osteoporose sind zwei weit verbreitete Volkskrankheiten. Über sechs Millionen Deutsche sind von Arthrose betroffen, aber ebenso viele leiden unter einer Osteoporose. Obwohl es sich um zwei völlig unterschiedliche Krankheitsbilder handelt, werden diese vom Laien oft verwechselt.
Arthrose ist eine Abnutzungserscheinung des Knorpelgewebes in den Gelenken, die schon bei leichter Belastung zu Schmerzen führen kann. Vom Verschleiß sind hier die Knie- und Hüftgelenke besonders betroffen. Im Gegensatz dazu ist Osteoporose, auch „Knochenschwund“ genannt, eine Stoffwechselerkrankung - das Gleichgewicht der Geweberegeneration ist gestört, der Knochen wird porös und neigt zum Bruch. Dabei sind besonders Frauen nach der Menopause mit einer zwei- bis dreifach höheren Erkrankungsrate am meisten betroffen. Ein typisches äußerliches Merkmal ist der Rundrücken („Witwenbuckel“).
Eine Diagnose ist noch lange kein Grund zur Resignation
Frühzeitig erkannt, kann auf die Entwicklung einer Arthrose wie auch Osteoporose erheblich eingewirkt werden. Es gibt sehr gute Vorsorgeuntersuchungen, die eine Erkrankung schon im Frühstadium nachweisen können. Zusammen mit dem behandelnden Arzt lassen sich individuelle Therapien und moderne Behandlungsformen finden, die einer weiteren Entwicklung und Folgeerkrankungen entgegenwirken.
So bleibt der wichtigste Grund für eine unbehandelte Knochen- oder Gelenkerkrankung die Unwissenheit, denn durch fehlende Information und Sorglosigkeit bleibt eine Erkrankung oft unbemerkt und unterschätzt.
Nur wer seine Krankheit kennt, kann handeln
Bei allen Machbarkeiten und Möglichkeiten zwingt die gesundheitspolitische Entwicklung den Patienten immer mehr zur Selbstverantwortung und Eigenbeteiligung, wobei ein Stichwort zunehmend in den Vordergrund rückt: Patientensouveränität. Je mehr der Patient über seine Krankheit informiert ist, desto besser kann der Arzt mit ihm die richtige Entscheidung über Behandlung und Maßnahme treffen.