„Rheuma & Endoprothetik“

Thema:

Donnerstag, 01. Januar 1970

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Volkskrankheit Rheuma

Rheuma hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer Art Volkskrankheit entwickelt - mehrere Millionen Menschen sind allein in Deutschland davon betroffen. Dabei ist Rheuma kein eigentliches Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für mehr als 400 Krankheitsformen, die mit Schmerzen an den Bewegungsorganen einhergehen und von denen nicht nur ältere Menschen betroffen sind.

Was ist die richtige Therapie?

Diese Frage kann erst beantwortet werden, wenn erkannt wird, um welche Erkrankung es sich wirklich handelt. Das Spektrum der Therapien ist weit reichend. Leichte Beschwerden lassen sich möglicherweise schon durch eine Umstellung der Ernährung und gezielte Bewegung durch Sport oder Gymnastik beheben. Spätestens bei länger anhaltenden Beschwerden sollte der Facharzt (Rheumatologe) konsultiert werden. Dieser weiß, wie man mit konservativen Methoden und Anwendungen, oder in hartnäckigen Fällen, auch mit Medikamenten und Spritzen helfen kann.

Spezielle Behandlungsmethoden und operative Alternativen, einschließlich des künstlichen Gelenkersatzes, kommen in schwersten Fällen zum Einsatz. Gerade im Bereich der Endoprothetik wurden in den letzten Jahren Fortschritte erzielt, die auch den schwer Betroffenen neue Perspektiven schaffen können und wieder Freude in das Leben bringen.

Eine Diagnose ist noch lange kein Grund zur Resignation

Frühzeitig erkannt, kann auf die Entwicklung einer rheumatischen Erkrankung erheblich eingewirkt werden. Zusammen mit dem behandelnden Spezialisten lassen sich individuelle Therapien und moderne Behandlungsformen finden, die einer weiteren Entwicklung und Folgeerkrankungen entgegenwirken.

Nur wer seine Krankheit kennt, kann handeln

Bei allen Machbarkeiten und Möglichkeiten zwingt die gesundheitspolitische Entwicklung den Patienten immer mehr zur Selbstverantwortung und Eigenbeteiligung, wobei ein Stichwort zunehmend in den Vordergrund rückt: Patientensouveränität. Je mehr der Patient über seine Krankheit informiert ist, desto besser kann der Arzt mit ihm die richtige Entscheidung über Behandlung und Maßnahme treffen.

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