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Was ist Osteoporose?

Osteoporose (auch als Knochenschwund bezeichnet) ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, die dessen Mikrostruktur angreift und zu einem hohen Verlust an Knochenmasse führt.

Osteoporose ist eine Volkskrankheit. Derzeit sind davon etwa 5,5 Mio. Deutsche betroffen. 80% der Erkrankten sind weiblich. Bei etwa 30% aller Frauen entwickelt sich nach der Menopause eine Osteoporose. So erleiden in Deutschland jährlich über 80.000 Frauen eine Wirbelfraktur, brechen mehr als 100.000 Oberschenkelhälse und alle 7 Minuten kommt es statistisch zu einem osteoproseindizierten Bruch an der Wirbelsäule.

Die größte Gefahr der Osteoporose liegt in der Tatsache, dass die Krankheit bei vielen Menschen unerkannt bleibt. So kann sie voranschreiten, ohne dass etwas unternommen wird. Betroffene bemerken oft zunächst selbst lange nicht, dass sich ihre Knochendichte in erheblichem Maße verändert. Wenn allerdings wegen der verminderten Knochenmasse Verformungen und Frakturen auftreten, wird die Osteoporose schmerzhaft. Die häufigsten Knochenbrüche ereignen sich an den Wirbelkörpern, an der Hüfte und am Unterarm. Die Wirbelkörperbrüche verursachen eine Minderung der Körpergröße und können die Ausbildung eines Rundrückens („Witwenbuckel“) bewirken. Die Krankheit führt zu Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit. Viele Betroffene sind nach einer längeren Erkrankung auf Hilfe im Alltag angewiesen.

In der Medizin wird die primäre Osteoporose und die sekundäre Osteoporose unterschieden. Unter der primären Osteoporose leiden 95 Prozent der Betroffenen. Die Entstehung der primären Osteoporose ist in den meisten Fällen unklar. Sie scheint mit einer Mangelproduktion von Geschlechtshormonen (Östrogen, Testosteron) zusammenzuhängen. Man unterscheidet zwischen der postmenopausalen (Typ 1) und der senilen Osteoporose (Typ 2). Die sekundäre Osteoporose wird unter anderem durch Stoffwechselstörungen, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion, ausgelöst.

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