Was tun wenn die osteoporotische Fraktur da ist?
Eine hüftgelenksnahe Fraktur kann nur dann konservativ behandelt werden, wenn es sich um einen eingestauchten, in einer guten Stellung verkeilten Bruch handelt. In den meisten Fällen ist jedoch eine Operation erforderlich. In Abhängigkeit von der Art des Knochenbruchs, der Lage der Frakturlinie und dem Alter des Patienten wird entschieden, ob eine gelenkerhaltende Versorgung (dynamische Hüftschraube/Marknagel) oder eine endoprothetische Ersatzoperation (Total-/Hemiprothese) notwendig ist.
Eine osteoporotische Fraktur der Wirbelsäule verläuft oft schleichend und wird vom Patienten erst spät bemerkt. Wird sie rechtzeitig erkannt, kann sie durch eine aufrichtende Miederversorgung behandelt werden. Weitere moderne Verfahren zur Behandlung von Wirbelbrüchen sind die Vertebroplastie, bei der spezieller Zement in die Hohlräume der Wirbelkörper eingespritzt wird, und die Kyphoplastie, wobei der Wirbel zusätzlich noch mit einer Art Ballon aufgeblasen wird, um seine ursprüngliche Form weitestgehend wieder herzustellen. Durch die Einspritzung von Knochenzement wird der Knochen von innen stabilisiert.
