Wie wird Osteoporose behandelt?

Osteoporose kann nicht vollständig geheilt werden. Dennoch ist eine deutliche Schmerzlinderung und eine damit einhergehende Verbesserung der Lebensqualität des Patienten durch eine gezielte Behandlung möglich. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die den Knochenabbau verringern bzw. den Knochenaufbau fördern und Knochenbrüche vermeiden helfen. Inwiefern sie eingesetzt werden können, ist von der individuellen Indikation des Patienten abhängig und muss mit dem Arzt geklärt werden. Die besten Resultate erbringt eine Kombination der Maßnahmen.

  • medikamentöse Behandlung: Die medikamentöse Behandlung richtet sich nach dem Stadium und der Ursache der Osteoporose. Am häufigsten wird Osteoporose mit Kalzium-Präparaten behandelt, die den Mangel ausgleichen sollen. Diese werden meist mit Vitamin-D-Präparaten kombiniert. Zusätzlich werden fluoridhaltige Medikamente eingesetzt, um den Knochenaufbau zu fördern. Des Weiteren werden auch Calcitonine und Bisphosphonate verschrieben. Bei der postmenopausalen Osteoporose (Typ 1) kann durch die Zufuhr von Östrogen ein Ausgleich des Hormonhaushaltes und damit eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs erreicht werden.
  • Ernährung: Um den Knochenaufbau zu unterstützen, wird eine kalziumreiche und phosphatarme Ernährung empfohlen. Täglich sollte ein Osteoporose-Patient mindestens 1 g Kalzium zu sich nehmen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass ausreichend Vitamin D im Körper vorhanden ist, damit das Kalzium vom Körper auch aufgenommen werden kann. Der Genuss von Kaffee, schwarzem Tee, Cola und Fleisch sollte minimiert werden.
  • Bewegung: Für Osteoporose-Patienten ist regelmäßige Bewegung wichtig. Nur so kann das mit der Nahrung aufgenommene Kalzium auch in die Knochen eingebaut werden. Empfehlenswert sind vor allem Spaziergänge, Fahrrad-Touren und spezielle Osteoporose-Gymnastik.
  • Lebensweise: Patienten, die an Osteoporose erkrankt sind, sollten auf Alkohol- und Nikotinkonsum verzichten. Um das Risiko von Stürzen und damit einhergehenden Knochenbrüchen zu minimieren ist es ratsam, Stolperfallen aus dem Lebensraum des Patientenzu entfernen und glatte Stellen (z.B. Badewanne) durch rutschfeste Unterlagen zu sichern.
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