Wie wird Osteoporose diagnostiziert?
Es ist wichtig, dass Osteoporose möglichst früh erkannt wird. Nur so können Knochenbrüche verhindert und der Knochenabbau aufgehalten werden. Zur Diagnose werden verschiedene Instrumente eingesetzt:
- Anamnese: An erster Stelle der Diagnose steht das Gespräch mit dem Arzt. Dabei fragt der Arzt nach dem Vorliegen von Risikofaktoren (z.B. gehäuftes Auftreten von Osteoporose in der Familie) und dem Ausmaß von Schmerzen. Zusätzlich werden die Körperproportionen (v.a. Abstand zwischen Rippenbogen und Beckenknochen), die Beweglichkeit des Patienten und die Funktion der Nerven überprüft.
- Röntgenuntersuchung: Mit Hilfe von Röntgenbildern ist eine Osteoporose meist erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zu diagnostizieren. Der Arzt achtet dabei vor allem auf Deformationen der Brust- und Lendenwirbelsäule (Keil-, Flach- oder Fischwirbelbildung).
- Knochendichtemessung (Osteodensitometrie): Die Messung der Knochendichte ist eine Osteoporose-Basisuntersuchung und wird auch bei nicht erkrankten Patienten mit Osteoporose-Risiko eingesetzt.
- Bei der DXA-Technik wird der Mineralsalzgehalt im Knochen mit Hilfe von Röntgenstrahlen erfasst und mit dem eines gesunden 30-jährigen Menschen verglichen. So können verschiedene Stadien der Osteoporose bestimmt werden.
- Mit Hilfe der quantitiativen Computertomographie (QCT) kann ein dreidimensionales Bild vom Knochen erstellt werden. Auch dazu werden Röntgenstrahlen verwendet. Die QCT-Messung liefert genauere Ergebnisse als die DXA-Methode, ist jedoch mit einer höheren Strahlenbelastung für den Patienten verbunden.
- Ultraschallmessung: Die Ultraschallmessung wird vergleichsweise selten zur Osteoporose-Diagnostik verwendet. Sie dient der Abschätzung des Osteoporose-Risikos, kann jedoch nicht zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs eingesetzt werden. Mit der Ultraschallmessung können oft nur ungenaue Daten erhoben werden, da die Messung meist nicht in den von Osteoporose am meisten betroffenen Körperstellen (Wirbelsäule und Hüfte) erfolgt.
- Knochenbiopsie: Bei der Knochenbiopsie wird eine Knochenprobe entnommen, die im Labor untersucht wird. So kann der Stoffwechsel des Knochens erfasst werden. Eine Knochenbiopsie wird jedoch bei leichter Osteoporose nicht angewendet.
- Blut-/Urintests: Zur Abgrenzung der Osteoporose von anderen Krankheitsbildern werden Blut- und Urinproben untersucht. Dabei wird unter anderem die Kalzium- und Phosphatkonzentration gemessen. Zusätzlich kann mit Hilfe von Blut- und Urintests die Quote des Knochenumbaus erfasst werden.
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